#Tag 32 - Resümee zum ersten Monat

Baby holding hand

Nun ist Tommetott schon vier Wochen alt! Immer wieder staunen wir, wie schnell die Zeit vergeht und wie rasch sich die Kinder entwickeln. Hier ein Resümee, was uns aufgefallen ist.

 

Signale verändern sich

Seit der Geburt hat die Zahl der Signale zugenommen. Am Anfang wurde "Ich muss Pipi!" signalisiert durch einen kurzen, spitzen Schrei. Sekunden später ging es los.

Nun merken wir, dass es Zeit für eine Pipipause ist, wenn Tommetott sich im Schlaf räkelt und stöhnt (kurz vor dem Aufwachen). Beim Pipi machen wacht er dann vollends auf und hat danach meist Hunger (eindeutige Schmatzlaute und Gurren).

 

Hier eine Liste der Erkennungssignale für "Ich muss mal!":

  • Stöhnen, drücken, pressen, roter Kopf, Bauch anspannen ("Ich muss Kacki")
  • Schluckauf
  • Finger nuckeln, zappeln
  • Zappeln mit den Beinen, Unruhe, quengeln
  • Plötzlich ruhig werden und starren
  • Schnelles Stakkato-Ächzen (äh, äh, äh)

Windelverbrauch gleich hoch

Meine Hoffnung ohne Wegwerfwindeln auszukommen verpuffte schnell - ich kam mit dem Waschen der Stoffwindeln gar nicht hinterher und kombiniere daher Einweg- und Stoffwindeln als Backup. Wann immer möglich, nutze ich Stoffis. Aber nachts gibt es klar Wegwerfwindeln - Schlaf geht vor!

 

In nassen Stoffwindeln ist an Schlaf nicht zu denken. Tommetott wartet tagsüber geduldig, bis er wieder trocken eingepackt ist und fällt dann in tiefen Schlaf.

Meine Maxime ist, die Windel auszuwechseln sobald sie schmutzig ist - ich warte nicht, bis sie "voll" ist. Tommetott soll nicht in seinen Ausscheidungen sitzen. Der Windelverbrauch kann daher höher sein, als bei anderen Familien (wenn ich häufig Signale übersehen haben o. ä.). Aber dafür haben wir auch Tage, an denen Tommetott tagsüber nur eine Windel brauchte.

 

Riesiger Pluspunkt: Ich habe bisher drei Kackiwindeln wechseln müssen. Alle anderen festen Ausscheidungen gingen in die Toilette (und zweimal war Papa Bär dran...). Danach den Po kurz mit Wasser abspülen - fertig!

Keine ausgelaufenen Windeln, keine tausend verbrauchten Feuchttücher. Für mich ein echtes Argument für EC.

 

 

Wie windelfrei sind wir?

Tommetott dauerhaft ohne Backup zu lassen traue ich mich noch nicht - dafür mangelt es mir an Achtsamkeit und Konzentration. Wäre ich in den Ferien und müsste keinen Haushalt managen, könnte es klappen. Aber da ich zusätzliche Aufgaben habe (putzen, kochen, Blog schreiben...), blocke ich mir für pure windelfreie Momente extra Zeit. Ohne Handy, ohne Computer, ohne Ablenkung.

Dabei lerne ich sehr viel über Timing, Signale und schule meine Intuition. Ausserdem kann ich mich intensiv mit Tommetott beschäftigen und geniesse diese Momente. Dabei beobachte ich nämlich auch seine anderen Entwicklungsschritte (Kopf heben, Dinge anschauen...).

 

Umgang mit Dreimonatskolliken

Tommetott hatte letzte Woche leichte Verstopfung und Blähungen. Meine Tricks dabei sind: Baby tagsüber öfter mal auf dem Bauch schlafen lassen (nur unter Aufsicht!), leichte Bauchmassage, öfters stillen, pucken und klar: Abhalten für Kacki und Pipi. Dabei kann sich der Darm besser entleeren.

Ausserdem lassen wir Tommetott nicht einfach auf dem Rücken liegen - seine Beine werden immer hochgelagert. Warum, kannst du im Buch Babynöte verstehen - Osteopathie für Babys erfahren.

Dadurch halten sich die Beschwerden für ihn und uns in Grenzen. Bei Filou war das damals anders: stundenlanges Schreien und Rumtragen gehörten zum Abendprogramm bis wir unsere Gegenmittel gefunden hatten. Wir haben uns nicht damit abgefunden, dass die Kolliken nach drei Monaten weg sind - wer lässt schon sein Kind einfach leiden? Wie immer ist der Weg ein Ausprobieren, bis man das Richtige gefunden hat. Jedes Kind ist anders.

 

Wie weiter?

In den nächsten Wochen achte ich vor allem abends auf Signale und Pipimöglichkeiten - hier können wir uns noch besser einspielen. Gefühlt werden 80% der Windeln zwischen 17-22 Uhr verbraucht. Manchmal fühlt sich das an, als wäre man im falschen Rhythmus unterwegs - ich höre Walzer und Tommetott House... Das soll sich ändern.

 

Ausserdem wird mehr Leben ausserhalb der Wohnung stattfinden, also berichte ich über unsere EC Erfahrungen unterwegs.

 

Mir fällt auf, dass konventionelle Babykleidung und klassische Windeln meist zu umständlich für's Abhalten sind. Auch hier wird in den nächsten Wochen experimentiert...


Windeln, Wickeltisch, Wickelunterlage, Kinderzimmer
Meilenstein, Strassenschild, Verkehrsschild

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