# Tag 34 - Erste Ausflüge

Herbst, Strasse, Bunt, Nebel, Weg, Wald, Blätter

© Pixabay

Traumhaftes Herbstwetter lockt uns nach draussen. Nochmal richtig Luft und Sonne tanken bevor die graue Jahreszeit kommt. Aber wie kann man da EC Vorsätze mit vereinbaren? Töpfchen mitnehmen? Windeln ja oder nein? Wann wickeln?

Kein Töpfchen

© Freiluftpinkler
© Freiluftpinkler

Ich habe mich gegen das Töpfchen entschieden, da der Platz unter dem Kinderwagen begrenzt ist. In anderen Blogs habe ich gelesen, dass man ein Loch in den Rand machen und es mit einer Schnur am Kinderwagen befestigen kann. Dazu bin ich noch nicht gekommen, finde es aber eine gute Idee.

Was nimmt man denn stattdessen? Einfach in die Büsche machen finde ich nicht ideal und nicht überall gibt es öffentliche Toiletten. Mein Workaround: ein sauberes Glas mit Schraubverschluss (in unserem Fall ein Marmeladenglas). Für Jungs ist das extrem praktisch und meist auch die spritzsicherste Alternative. Zudem ist es sehr diskret im Vergleich zu Töpfchen oder open air. Auf dem Bild siehst du die gepimpte Variante: Eine alte Socke wurde oben abgeschnitten und dem Glas angezogen.

Was sonst?

Mit dem Gläschen im Hängekorb erreichten wir den Spielplatz. Tommetott schläft friedlich, aber sobald er beginnt aufzuwachen (räkeln, stöhnen, bewegen), bin ich dran. So oft habe ich eine EC Gelegenheit verpasst, weil ich genau in diesem Moment nicht direkt reagiert habe. Nach einer Weile meldet sich Tommetott - nun schnell Wickelunterlage in den Kinderwagen, Hose aus, Windel auf, Gläschen in Position bringen, los geht's. Den Inhalt kann ich schnell in eine Hecke schütten, in einem Brunnen wird das Glas gespült. Fertig!

Bei weiblichen Babys würde ich allerdings Töpfchen oder Abhalten im Busch empfehlen - ein Penis macht das Zielen einfacher...

Während unseres Ausfluges habe ich so dreimal EC praktiziert und Tommetott ist mit trockener Windel zu Hause angekommen.

Windeln ziehe ich ihm weiterhin als Backup an, aber wechsle sie sofort, wenn sie doch mal nass geworden sind (und warte nicht bis sie "voll" sind). Falls mal etwas in die Windel ging, biete ich wieder Töpfchen oder eine Alternative an und meist kommt dann noch etwas. Danach kann Tommetott den Tag wieder in einer trockenen Windel verbringen.

Abhalteposition - wie jetzt?

Wenn wir ohne alles draussen unterwegs sind, kann ich Tommetott abhalten. Am besten vorab schon die Umgebung nach einer ruhigen und geschützten Ecke abchecken - ein paar Büsche kommen da sehr gelegen.

Dann untenrum alles ausziehen: Hose, Windel, Söckchen. Dann hocke ich mich hin, nehme ihn zwischen meine Beine, sein Rücken und Kopf lehnen an meinem Bauch. Meine Hände stützen seine Hüfte und umschliessen die Oberschenkel. Als Schlüsselsignal mache ich einen "Pssssss"-Laut. Aber meist legt Tommetott sofort von selbst los. Dann wieder anziehen und weiter im Tagesgeschehen.

Falls nicht nur Pipi ausgeschieden wurde, sondern auch Kacki, decke ich das Ganze mit ein bisschen Laub und Ästen zu.

Oje, was sagen die anderen?

Ich muss sagen, ich habe grosse Hemmungen EC so frei draussen zu praktizieren - mir graut vor missbilligenden Blicken oder Kommentaren. Ich bin immer froh, wenn ein öffentliches WC in der Nähe ist und ich EC dort diskret praktizieren kann.

Die nächsten Wochen werden mich sicher im Umgang mit diesen Situationen schulen. Schliesslich gibt es gute Gründe für EC und für die stehe ich auch ein.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0