# Tag 66 - Neue Backups

Juhu, wir haben ein neues Backup ausprobiert! Und damit meine ich nicht das für Computer... Habe heute einen Baby Belt aka Sumogürtel und eine Split Pants bekommen. Wie lief der Test im neuen Gewand?

 

 

Baby belt

Ein Baby belt ist einfach ein Stoffschlauch mit Gummiband drin. Es sieht fast aus wie ein Stirnband für Babys. Diesen Gürtel habe ich Tommetott angezogen und eine Stoffwindeleinlage eingeklappt. Dann hat es tatsächlich Ähnlichkeit mit dem blauen Sumogürtel im Bild.

 

Der Vorteil bei noch nicht mobilen Säuglingen ist, dass ich so schneller abhalten kann. In Kombination mit Baby legs (Kniestrümpfe ohne Fussteil) hat man also alles schnell griffbereit. Zeitersparnis top und weniger Gewusel mit Hose runterziehen, Windel auf/zu.

 

Der Nachteil ist die Wasserdurchlässigkeit. Wenn man so wie ich nicht immer 100% aufmerksam ist, geht mal etwas daneben und je nach Flüssigkeitsmenge ist der Untergrund dann auch nass. Und ich habe wenig Lust, die Krabbeldecke jeden zweiten Tag zu waschen. Ausserdem ist die Technik nur für Babys geeignet, die noch viel liegen und wenig strampeln. Ansonsten ist das Konstrukt zu instabil.

 

Mein Fazit

Nach anfänglicher Begeisterung habe ich ihn mittlerweile aussortiert. In Kombination mit Filou, Essen kochen, Haushalt führen ist mir das zu wenig praktikabel. Meine Favoriten in Sachen backups sind weiterhin AIO Stoffwindeln oder Überhosen mit einfachen Einlagen, die schnell zu wechseln sind. Backups ohne wasserdichte Hülle sind nichts für unseren Alltag.

Split pants, Schlitzhosen, Crotch-free pants

Es gibt viele Namen für sie, aber das Prinzip ist immer das Gleiche: Im Schritt der Hose sind die Nähte nicht geschlossen, sondern liegen offen übereinander. Das sieht so ähnlich aus wie bei einer Wickelbluse. Durch die Hockhaltung beim Abhalten lassen sich die zwei Stoffschichten auseinanderziehen und Babys Schritt ist nackig. Total praktisch! Manche Hosen haben auch Halterungen für zusätzliche Saugeinlagen, damit Malheure aufgefangen werden. Bei Wollwalk klappt das prima, die Baumwoll-Spilt-Pants wurde trotzdem immer feucht.

 

Der Vorteil ist auch hier der schnelle Zugriff. Ausserdem merkt das Baby, dass es nicht in einer Windel steckt und signalisiert zum Teil deutlicher. Mit Wollwalk bleibt ausserdem die Unterlage trotz Malheur trocken.

 

Der Nachteil zum Windelbackup ist bei Wollwalk die Masse des Stoffes. Der ist dick, schwer und recht unflexibel. Finde ich für junge Babys noch nicht so gut, kann es mir für Krabbelkinder aber gut vorstellen.

 

Mein Fazit

Split pants aus Wollwalk sind eine gute Alternative zur klassischen Windel, da der Kompromiss zwischen einfacher Erreichbarkeit und verlässlichem Backup gelingt.

Resümée

Es kommt auf die EC-Intensität der Eltern an. Bei no-nonsense Ansatz ohne Backup machen baby belt und split pants aus Baumwolle Sinn. Das ist auch günstiger als Wollwalk.

 

Für meinen pragmatischen EC-Ansatz eignen sich wasserdichte Schutzhüllen wie Wollwalk besser. Damit minimiere ich zusätzlichen Waschaufwand und praktiziere dennoch die windelfreie Erziehung. Und sobald Tommetott aus etwas herausgewachsen ist, kann es weiterverkauft werden. Die Materialien sind ja so widerstandsfähig - toll!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0